Worum geht’s?
Wer schon einmal in Japan war, kennt sie: die täuschend echt wirkenden Nachbildungen aller Gerichte vor fast jedem Restaurant. Der Grund dafür ist einfach: Gäste lassen sich von optischen Reizen zum Bestellen anregen. Verstärkt wird der Effekt, wenn einzelne Produkte auch noch hervorgehoben werden. Wieso ist das so? Die Antwort liegt in der Entscheidungspsychologie.
Entscheidend ist, wie sich Gäste entscheiden
Restaurants und Bars listen ihr Angebot in Menükarten auf. Viele Lokale arbeiten dabei mit Mittagskarten, saisonalen Angeboten und Specials. Dabei können die Zusatzverkäufe in Restaurants gezielt angekurbelt werden, wenn man versteht, wie Gäste ticken.
So spielt die sogenannte „Choice Architecture“ in der Gastronomie eine zentrale Rolle. Sie beschreibt, wie die Präsentation eines Produkts die Kaufentscheidung beeinflusst. Doch was gehört dazu?
Zusatzverkäufe im Restaurant: kein Hexenwerk, sondern Psychologie
Für Gastgeberinnen und Gastgeber bedeutet das: Nicht nur in großen Entscheidungen wie Einrichtung, Angebot und Preisgestaltung stecken Hebel für Einnahmen. Die Erkenntnisse aus der Entscheidungspsychologie können gezielt genutzt werden, um mit einfachen, kostengünstigen Maßnahmen den Umsatz anzukurbeln.
Was bedeutet das Ganze für Gastronom:innen?
- Weniger ist oft mehr: nicht auf riesige Karten setzen, sondern auf eine gute, sinnvoll kuratierte Auswahl
- Margenstarke Produkte herausheben: als Specials wirkungsvolle, aber einfache Gerichte und Getränke promoten
- Kontinuierlich sichtbar machen: Spezialkarten, die durchgehend auf dem Tisch stehen und nicht nach dem Bestellvorgang mitgenommen werden, erhöhen die Chance auf Zusatzverkäufe
Wer Zusatzverkäufe in der Gastronomie steigern will, muss nicht lauter werben. Er muss klüger präsentieren.